Prolog
Fuerteventura ist die zweitgrößte
Insel des kanarischen Archipels und liegt ca. 120 Kilometer westlich der marokkanischen Küste. Mit einer
Fläche von ca. 1700 km² hat sie einen Anteil von rund 22% an der Landfläche der
Kanaren.
Am 26. Mai 2009 wurde die gesamte
Insel zum UNESCO-Biosphärenreservat erklärt und 2015 zum
UNESCO-Lichtschutzgebiet.
Fuerteventura ist die älteste
Insel des aus sieben Hauptinseln bestehenden kanarischen Archipels. Sie bildet
mit der durch die rund 11 Kilometer breite Meerenge La Bocayna von ihr
getrennten, nördlich gelegenen Insel Lanzarote die östliche Grenze der Kanaren.
Die Insel entstand vor etwa 20,6 Millionen Jahren und ist genauso wie ihre
Nachbarn vulkanischen Ursprungs. Der Großteil der Inselmasse entstand vor etwa
5 Millionen Jahren und ist seitdem durch Wind und Wetter stark erodiert. Die
vulkanische Aktivität erlosch vor 4000 bis 5000 Jahren.
Im Nordosten, bei Corralejo,
befinden sich große Wanderdünen (Parque Natural de Corralejo). Der Sand besteht
zu großen Teilen aus zerriebenen Muscheln. An manchen Stellen tragen auch
Kalkformationen vom ehemaligen Meeresboden, die ebenso wie die schwarzen
Vulkanreste stark erodieren, ihren Teil zum meist gesprenkelten Sand bei.
Die Insel erreicht zwischen der
Nord- und Südwestspitze eine Länge von knapp 100 Kilometern und misst an der
breitesten Stelle 31 Kilometer. Der Istmo de la Pared ist mit fünf Kilometern
Breite die schmalste Stelle Fuerteventuras und gliedert die Insel in zwei
Teile: den nördlichen Teil Maxorata, nach dem auch die ursprünglichen
Inselbewohner Majoreros benannt sind, und die südliche Halbinsel Jandía, wo
sich die höchste Erhebung Fuerteventuras befindet, der 807 m hohe Pico de la
Zarza (auch Pico de Jandía genannt).
Die Insel Fuerteventura wurde im
Jahr 1339 zum ersten Mal auf der Seekarte des Kartografen Angelino Dulcert in
ihrer ungefähren Form verzeichnet. Auf dieser Karte war sie als "la forte ventura" markiert. Diesen Namen verwendeten vermutlich die mallorquinischen Seefahrer
dieser Zeit. Später im 14. Jahrhundert ging man dann zu der Schreibweise in
einem Wort über. Die Kanarischen Inseln wurden damals als die islas afortunadas
(glückselige Inseln) bezeichnet. Damit wäre Fuertaventura die "Große Glückselige".
Na und was liegt für uns näher,
als der "Glückseligen" unsere Aufwartung zu machen? Nichts! Laut den
Wetterdaten ist der Oktober jener Monat, an dem es den wenigsten Wind geben
soll, wenngleich der Wind immer zugegen sein wird - nur eben (hoffentlich)
nicht so stark.
Als Ausgangspunkt zur Erkundung der oberen 2/3 der Insel haben wir uns den kleinen Ort Valles de Ortega ausgesucht - ein beschauliches Dorf im Inselzentrum. Den Süden der Insel werden wir von Costa Calma aus erkunden - das genaue Gegenteil zu Valles de Ortega. Die Touristenhochburg liegt an einem der windstillsten Strände (Costa calma = ruhige Küste) der ganzen Insel und sollte ein perfekter Standort für den Süden sein.

30.9.2025 - Anreise
Puh, das war wieder die typische Nacht vor einer Flugreise! Im Traum läuft immer alles schief was nur schieflaufen kann. Da kommt z.B. der Mietwagenservice zu spät, wir verpassen den Flug oder das Gepäck kommt nicht an. Das Leihauto ist defekt, das Quartier entspricht nicht und, und, und. Jedes Mal das Gleiche. Mit also wenig gesundem Schlaf beginnt der heutige Tag wie üblich um 6 Uhr, allerdings ohne Morgenkaffee, aber mit dem mulmigen Gefühl im Bauch, dass irgendetwas von dem Geträumten wahrwerden könnte. Als dann pünktlich um 7:25 Uhr der Mietwagendienst vor der Haustür steht fällt mir der erste Stein vom Herzen. Der Fahrer bringt uns wohlbehalten zum Münchner Flughafen und wir dürfen dank Business Class die Fast Lanes nutzen. Somit entfällt das mühsame anstellen beim Check In und auch bei der Security kommen wir sofort dran. Die so gewonnene Zeit verbringen wir bei einem kleinen Frühstück in der Lounge und stoßen mit einem kleinen Gläschen Sekt auf die kommenden 4 Wochen an. Unser Abflug zieht sich zwar etwas in die Länge, aber mit einer ¾ Stunde Verspätung geht es dann doch um 13:00 Uhr ab nach Fuerteventura. Unser Flieger - eine richtig alte A320 - dürfte im vorigen Leben in Russland unterwegs gewesen sein, zumindest sind die Beschriftungen in russischer Sprache. Mit der Übernahme der Flieger durch Condor wurde wahrscheinlich auch ein Teil des Personals übernommen - zumindest sind die Damen bei alkoholischen Getränken spendierfreudiger als ich es je bei einer deutschen Fluglinie erlebt habe. Und Deutsch ist auch nicht deren Muttersprache - eher eine Sprache aus östlichen Gefilden. So vergeht der Flug wie im Flug. Am Flughafen in Fuerteventura herrscht angenehmer Müßiggang vor. Keine Hektik, das Gepäck kommt schnell, es ist angenehm ruhig und beim Mietwagenstand gibt es kein Gedränge. Einziges Problem, das von mir vor Monaten reservierte Auto ist leider nicht da. Es hätte ein kleiner Jeep Avenger werden sollen - war im absoluten Topangebot unter 20 Euro am Tag - es wurde aber letztendlich ein Jeep Renegade - allerdings ebenfalls fürs gleiche Geld. Ein bisschen ungewohnt im Fahrverhalten und all die Knöpfe und Schalter müssen noch erforscht werden. Die gut 20 Kilometer bis zu unserem Quartier in Valles de Ortega hab ich mich noch nicht so richtig mit dem Auto angefreundet. Unser Quartier ist ein kleines Häuschen, nichts Besonderes, aber ruhig und sehr zentral gelegen. Nach dem langen Tag lassen wir den Abend ganz ruhig ausklingen und gehen früh zu Bett.
1.10.2025 - Corralejo
Nach einer ruhigen Nacht besorgen wir uns beim klitzekleinen lokalen Minimarkt ein Frühstück und machen uns dann auf den Weg nach Corralejo. Corralejo liegt ganz in Nordosten der Insel und ist das Ausgangstor für die Erkundung der Isla de Lobos sowie für das nur 12 km entfernte Lanzarote. Da Corralejo zu 98% touristisch ist, belassen wir es bei einem kurzen Rundgang zum Hafen und machen uns dann auf den Weg zu den Dünen. Der nördlichste Teil der imposanten Dünenlandschaft wurde dem Massentourismus geopfert. Danach folgen naturbelassene Teile bis die beiden Hotelkomplexe Hotel Riu Palace Tres Islas und TUI Kids Club Oliva Beach der Natur ihre Unschuld rauben. Immer der FV 104 folgend kommen wir nach La Hondura, wo wir dem lokalen Mercadona Supermarkt einen Besuch abstatten. Wurst, Käse, Orangen und Wein wechseln den Besitzer und ab jetzt geht es auf dem schnellsten Weg nach Hause. Nur wenige Meter neben unserem zu Hause ist das Restaurante Grill El Luchador und das müssen wir heute einmal ausprobieren. Als Vorspeise gibt es Garnelen und frittierte Paprika, gefolgt von Ziegenfleisch und Thunfisch. Die Vorspeisen sind wirklich gut, bei den Hauptspeisen gibt es Verbesserungspotenzial, aber der gute Weißwein und der Barraquito lassen uns über die Hauptspeisen gnädig hinwegsehen. Der Chupito vom Haus ist ausgezeichnet und die Stimmung ist so gut, dass ernsthaft über den Kauf des benachbarten Verkaufsobjektes sinniert wird. (Scherzerl!)
2.10.2025 - Die nordwest Küste
Heute ist das Wetter durchwachsen. Mal regnet es ein wenig, mal kommt kurz die Sonne durch - schwer zu sagen, was sich daraus so tagsüber entwickelt. Wir nehmen mal den Barranco Encantado ins Visier, welcher sich im Nordwesten der Insel befindet. Es ist die erste Prüfung für unser Auto im Offroad Modus. Kurz nach Tindaya verlassen wir die asphaltierte Straße und es geht für die nächsten Kilometer über eine Schotterstraße bis zum Parkplatz beim Canyon. Unser kleiner Jeep meistert das alles in bester Manier und wir machen uns auf den Weg, den Barranco zu erkunden. Ein Fußweg führt uns hinein in den Barranco, welcher leider von unzähligen dummen Wanderern besucht wird. Der verdichtete Sand wurde von Wasser und Wind über Jahrtausende modelliert und binnen weniger Jahre durch Vollidioten so stark beschädigt, dass es wohl wieder tausender Jahre bedarf, um die Spuren dieses Vandalismus zu verwischen. Die Oberfläche des Sandes ist noch so fragil, dass man diese leicht mit dem Finger zerstören kann und dies haben unzählige Deppen getan. Es ist ja auch unglaublich wichtig zu wissen, dass Detlev aus Detmold 2019 hier war. Wir fahren weiter zum Strand Playa de la Escalera. Ein Strand für Surfer und Strandliebhaber, etwa fünf Kilometer vom Fischerdorf El Cotillo entfernt. Über eine Treppe mit ca. 160 Stufen erreicht man den Strand. Außer ein paar Wellenreitern trifft man hier niemanden an. Wir wandern ein bisschen herum und genießen die Ruhe des Ortes. Unweit dieses großartigen Strandes liegt der Ort El Cotillo. Wie alte Bilder beweisen, war der Ort einmal ein beschauliches Kleinod für jene die Ruhe und Glückseligkeit suchten. Damit ist es jetzt vorbei. Ein Apartment Komplex nach dem anderen wird in den Sand gebaut und ein Ende ist nicht in Sicht. Wir machen uns auf den Heimweg und sind so gegen kurz vor15:00 Uhr bei unserem Wirt. Halleluja, was ist denn hier heute los? Alle Tische sind besetzt und wir landen auf der Warteliste als Zweite. Eine knappe Viertelstunde später bekommen wir einen Tisch und bestellen heute ausschließlich Vorspeisen und zwar immer eine halbe Portion. Papas arrugadas, Käse aus der Pfanne mit Mojo, Tomatensalat und gebackene Champignons mit Käsefüllung. Vorher gibt es natürlich das obligate Bocadillo mit Saucen. Inklusive Wein, Bier und 2 Barraquitos wechseln knapp 35 Euro den Besitzer. Wir sind begeistert!
3.10.2025 - Barranco de los Molinos, Tefía und Tindaya
Der Barranco de los Molinos im Westen der Insel ist ein ausgewiesenes Vogelschutzgebiet. Das Besondere an dieser Schlucht ist die Tatsache, dass hier immer ein kleiner Bach fließt, der besonders im Winter nach Regenfällen viel Wasser führen kann. Wir starten unsere Wanderung am oberen Rande der Schlucht. Vom Parkplatz aus wandern wir stets entlang der oberen Felskante und es ergeben sich immer wieder herrliche Einblicke in den Canyon. In der trockenen Steinwüste leben ein paar Ziegen, die jedoch recht scheu sind. Nach 3 Kilometern erreichen wir den Ort Puertito de los Molinos. Von hier steigen wir in die Schlucht ein und treffen sofort auf die auf den Kanaren beheimateten großen Enten. Im Bach schwimmen auch richtig große Fische. Wir suchen den richtigen Weg, welcher ohne GPS gar nicht so leicht zu finden ist. Wir queren des Öfteren den Bach und gelangen so, immer durch den grünen Teil des Tales wandernd, wieder zum Parkplatz. Die Wanderung erfordert keine besondere Kondition, allein die Hitze am Talboden ist wirklich heftig. Unser Mittagessen wollen wir heute in Tindaya in der Bar González einnehmen. Auf dem Weg dorthin passieren wir den kleinen Weiler Tefía, welcher wegen seiner kleinen renovierten Windmühle bekannt ist. In Tindaya haben wir zwar einen sehr schönen Ausblick auf den Montaña Sagrada de Tindaya, das Essen ist jedoch leider nicht sehr gut. Bevor wir den Heimweg antreten besuchen wir noch den Aussichtspunkt Mirador de Vallebrón, von wo man einen guten Rundumblick über die nordwestliche Landschaft Fuerteventuras hat.
4.10.2025 - Puerto del Rosario
Puerto del Rosario ist die Hauptstadt von Fuerteventura. Seit 1860 ist das damalige Puerto de Cabras (das heutige Puerto del Rosario) Inselhauptstadt. Sie löste Antigua ab, die es nur vorübergehend seit 1834 war. Davor war es seit der spanischen Eroberung durch Jean de Béthencourt der Ort Betancuria. Den Namen Puerto del Rosario trägt der Ort seit 1956, als er von Puerto de Cabras (Ziegenhafen) in Puerto del Rosario (Hafen vom Rosenkranz) umbenannt wurde, nach der Madonna vom Rosenkranz, der Schutzpatronin des Ortes. Leider hat die Stadt keinen Charme. An allen Ecken und Enden wird versucht durch Kunstwerke das Stadtbild zu behübschen - leider mit mäßigem Erfolg. Selbst die geschmückte Kirche kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Stadt ein reiner Wirtschaftsstandort ist, wenngleich Puerto del Rosario auch einen schönen Stadtstrand hat. Am Rückweg machen wir noch einen Zwischenstopp beim Mercadona Supermarkt und decken uns für die nächsten Tage ein. Heute Abend gehen wir in die uns wärmstens an Herz gelegte Pizzeria El Molino. Ich werde berichten!
5.10.2025 - Pájara und Ajuy
Gestern Abend waren wir in der Pizzeria Molino - benannt nach der Mühle am Ende der Straße. Das kleine Lokal macht ganz tolle Pizzen die richtig gut schmecken. Eigentlich die Besten, die wir über die Jahre auf den Kanaren gegessen haben.
Heute ist Sonntag und da heißt es die touristischen Zentren ein wenig zu meiden. Am Wochenende gesellen sich auch gerne die Einheimischen unter das Touristenvolk und da kann es dann schon mal eng werden. Wir fahren zunächst nach Pájara, eine kleine Gemeinde nur knapp 15 km von unserem Dorf entfernt. Was Pájara so einzigartig macht ist das Vorkommen von Grundwasser. Gleich einer Oase in der Wüste gibt es hier Grün und Blütenduft. Nach einer knappen Woche praktisch geruchsfreier Landschaft eine tolle Erfahrung. Wir genießen den Duft und den Schatten der Palmen. Ein kleiner Rundgang durch den Ort ist jedem Besucher dringend anzuraten. Von hier aus sind es nur wenige Kilometer bis zum Weiler Ajuy, welcher direkt an der schroffen Westküste liegt. Ein kleiner Wanderpfad führt entlang der Klippen und bietet schöne Ausblicke. Am Ende des Weges warten dann ein paar Ziegen, in der Hoffnung, dass der Wanderer etwas Essbares übrig hat. Ansonsten bietet der Ort einen kleinen schwarzen Sandstrand und jede Menge Wirtshäuser und Ferienunterkünfte. Wieder zu Hause lassen wir uns in die Warteliste bei unserem Wirt eintragen. Der Laden ist jedes Mal gut ausgelastet und das hungrige Volk wartet gerne beim Eingang auf einen frei werdenden Platz. So auch wir. Im Lokal ist es ohrenbetäubend laut. Jeder redet mit jedem und das in einer Lautstärke, der meine empfindlichen Ohren nicht gewachsen sind.
6.10.2025 - Caleta de Fuste
Da wir gestern die Westküste besuchten, kommt heute die Ostküste dran. Auf gleicher geografischer Höhe von Ajuya liegt der Touristenort Caleta de Fuste mit knapp 3000 Einwohnern, der jedoch mit einem Vielfachen an Gästebetten aufwartet. Ein riesiger Katamaran wartet auf den willigen Gast, um ihn/sie in einem 4 stündigen Törn nach Pozo Negro und retour zu schippern. Wenn man Glück hat sieht man vielleicht Grindwale und Delfine. Im Preis von 64 Euro ist ein kleines Mittagessen in Form einer Paella enthalten sowie freie Getränke (Wasser, Saft, Bier) Als wir im Hafen ankamen ging es bereits vor der Ausfahrt hoch her und das war so gegen 11 Uhr. Ich kann mir gut vorstellen wie das dann 4 Stunden später zugehen wird. Wir wandern auf dem Paseo Maritima - einem schönen Gehweg - immer am Meer entlang, bis wir bei der Ruine Lagos de Antigua kehrt machen. Dieses riesige Bauwerk wurde in den 1980er Jahren errichtet und war ein gigantisches Seebad. Es sollte dem direkt daneben neu errichteten Ort Nuevo Horizonte als Badeanstalt dienen. Dummerweise gab es aber in Nuevo Horizonte bei den Unterkünften Swimmingpools und das Meer war auch nur einen Steinwurf entfernt und somit war das Schicksal von Lagos de Antigua schnell besiegelt. Wer sollte für eine Badeanstalt bezahlen wenn es das Alles auch gratis gab. In dem "lost Place" soll sich so manches zwielichtige Volk eingenistet haben und der Ort Nuevo Horizonte ist mittlerweile auch sehr heruntergekommen. Wieder zurück in Caleta de Fuste besuchen wir das italienische Lokal Smile und lassen es uns gut gehen. Auf der Heimfahrt besuchen wir noch kurz den Mercadona Supermarkt. Morgen geht es wieder in die Berge.
7.10.2025 - Barranco de las Peñitas
Unsere heutige Exkursion geht wieder in den Westen der Insel. Etwa 6 km von der Küste entfernt ist der Barranco de las Peñitas - die Schlucht der kleinen Felsen. Als wir ankommen müssen wir feststellen, dass die Felsen gar nicht so klein sind. Im Gegensatz zu den meisten Lavakegeln handelt es sich um massiven Fels, vom Wasser der Jahrmillionen schön glatt geschliffen. Wenige 100 Meter nach dem Einstieg in den Barranco befindet sich eine alte Einsiedelei - die Ermita de Nuestra Señora de la Peña - die im Zusammenhang mit der Virgen de la Peña zu sehen ist. Näheres kann man dem Internet entnehmen. Wir gehen stets bergauf bis zur alten Staumauer aus dem Jahre 1939. Das Staubecken ist völlig versandet und im ganzen Barranco gibt es lediglich in einigen Vertiefungen kleine Wasserreste. Nach dem Staubecken weitet sich das Tal und wir machen uns auf den Rückweg. Es gibt neben den allgegenwärtigen Streifenhörnchen auch viele Vögel im Barranco, die so wie die Hörnchen ebenfalls nicht scheu sind. Wir fahren über eine kleine, sehr kurvige aber schwach befahrene Straße weiter nach Las Palmas, einem kleinen Ort in der Nähe von Betancuria. Dort gibt es das Restaurante Don Antonio mit seinem kleinen begrünten und schattigen Innenhof. Im Innenhof gab es keinen Platz mehr, also mussten wir mit dem Speisesaal vorlieb nehmen. Das Essen - Kroketten und Tapas - ist ok, aber im Vergleich zu unserem Wirt im Ort viel zu teuer. Betancuria - die ehemalige Hauptstadt - werden wir uns sicher noch ansehen, den Don Antonio werden wir eher weglassen.
8.10.2025 - Betancuria
Betancuria wurde 1404 von dem Eroberer Jean de Béthencourt, dessen Namen sie trägt, und seinem Gefährten Gadifer de la Salle überwiegend mit normannischen Siedlern gegründet. Seitdem war sie Hauptstadt und Regierungszentrum der Insel. 1834 wurde Betancuria von Antigua abgelöst, seit 1860 ist Puerto de Cabras, das heutige Puerto del Rosario Inselhauptstadt. Soviel zum Geschichtlichen. Geografisch liegt der Ort etwas westlich von unserem Stützpunkt - mitten im Gebirge. Um dorthin zu gelangen müssen wir einige Höhenmeter überwinden. Bevor wir Betancuria erreichen gelangen wir zu mehreren Aussichtspunkten, der höchste mit knapp 700 Metern ist der Mirador de Morro Velosa. Es weht ein richtig starker Wind aus Ost und die Fernsicht ist wegen des Dunstes und dem allgegenwärtigen Sandstaub getrübt. Ganz in der Nähe des Mirador befindet sich der Mirador de Guise y Ayose. Guise und Ayose waren jene legendären Könige, die über Fuerteventura herrschten. Ihnen zu Ehren wurde ein mächtiges Denkmal errichtet. Wenige Kilometer weiter erreichen wir Betancuria. Der Ort hat grad mal rund 800 Einwohner - ungefähr ebenso viele Menschen, wie jene, die stündlich den Ort besichtigen. Der Ort lebt ausschließlich vom Massentourismus. Hier wird alles zu Geld gemacht. Sogar der Besuch der Kirche - die wahrlich nichts Besonders ist - würde 2 Euro/Person kosten. Mit unzähligen Bussen werden die Leute angekarrt - und das auf richtig engen Bergstraßen. Wir fahren weiter auf eben diesen kleinen Straßen und bleiben immer wieder Mal bei einem der zahllosen Aussichtspunkte stehen.
9.10.2025 - Las Salinas del Carmen
Im Osten der Insel - ganz in der Nähe von Caleta de Fuste - befinden sich die Salzgewinnungsanlagen Salinas del Carmen. Wer sich gerne ein bisschen näher über dieses Thema informieren möchte und alles über die Gewinnung von Salz und die Geschichte erfahren möchte, der findet unter diesem Link eine wirklich sehr interessante Lektüre.
Als wir an der Ostküste ankommen bläst eine steife Brise aus Nord. Bei der Anmeldung im Museum erhalten wir eine Informationsbroschüre und schauen uns zuerst die Ausstellungsstücke an. Die ausgestellten Gegenstände wie Werkzeuge, Bücher, Kleider und sogar ein Schlafzimmer stammen allesamt aus der Zeit um 1900. Gleich zu Beginn der Ausstellung steht eine Schubkarre gefüllt mit dem weißen Gold, aus der jeder der mag gerne probieren kann. Nach dem Museumsbesuch gehen wir das komplette Areal ab. Das ist weitläufiger als man denkt. Im Anschluss unternehmen wir eine kleine Wanderung am Meer entlang bevor wir die paar Kilometer bis Caleta de Fuste zum Restaurante Smile weiterfahren. Heute ist gar nicht so viel los wie bei unserem letzten Besuch.
10.10.2025 - Playa Alzada, Playa del Moro, Playa el Dormidero, Playa el Bajo Negro und las Dunas de Corralejo
Bei moderaten Temperaturen (24 Grad) und bewölktem Himmel machen wir uns auf den Weg in den Nordosten der Insel, zu den Stränden und Dünen von Corralejo. Heute ist hier nicht viel los und wir haben bei den Parkplätzen die Qual der Wahl. Es ist gerade Ebbe und wir gehen bei dem sehr flach abfallenden Strand Alzada ein wenig im Wasser dem Ufer entlang. Das Wasser ist erfrischend, aber nicht kalt. So klappern wir einen Strand nach dem anderen ab. Diese wilden Strände mit den dahinter liegenden Dünen sind wirklich etwas Besonderes. Nicht zu vergleichen mit dem kleinen Strandabschnitt bei dem nahegelegenen Hotel Riu Oliva Beach Resort, welchen wir auch besuchen wollten, aber mangels Parkplatz auslassen mussten. Bei der Rückfahrt statten wir dem Mercadona noch einen Besuch ab. Der Wein ist alle und der gute Weiße aus der Abadía Mantrús ist nur dort um 2,50 €/Flasche zu haben. Wieder zu Hause gehen wir zum Nachbarn zum Mittagessen und dann lassen wir es gut sein für heute.
11.10.2025 - Calderon Hondo, La Olivia und das Aloe Vera Center
Bei leicht regnerischem Wetter fahren wir zum letzten Mal hoch in den Norden der Insel. Unser heutiges Ziel ist der Vulcan Hondo, ein relativ niedriger Vulcan mit seinen gut 270 m Höhe. Das Umland wurde früher landwirtschaftlich genutzt, was die Trockenmauern und Gebäude heute noch belegen. Wir reihen uns ein in die Kolonne derer, die sich heute auf den Weg machen um bis zur Aussichtsplattform hochzusteigen. Die Caldera hat nur eine Tiefe von ca. 70 Metern, ist aber sehr beeindruckend. Danach fahren wir nach La Oliva und besuchen die dortige Kirche in der gerade eine Hochzeit stattfindet. Wir kommen gerade recht zum Finale bei dem der Pfarrer den Bräutigam ermuntert doch endlich die Braut zu küssen. So kommt es unter tosendem Applaus zum Hochzeitskuss. Wir fahren ein kleines Stück weiter zum Aloe Vera Center. Hier wird uns erklärt, welche Produkte aus der Aloe Vera Pflanze erzeugt werden und von den Kanaren aus auch weltweit vertrieben werden. Auf über 100.000 m² Areal wird die Pflanze kultiviert und weiterverarbeitet. Wieder zu Hause besuchen wir noch unseren Wirt nebenan, den "el Luchador" (der Kämpfer).



12.10.2025 - Ruhetag
Nach knapp 2 Wochen täglicher Erkundungen und Ausflüge genehmigen wir uns heute einen Ruhetag. Wir nutzen den Vormittag um uns selbst als auch unserer Bekleidung wieder einmal die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Wohlriechend und in frisch gewaschenem Sonntagsstaat gehen wir um 12 Uhr zu unserem Wirt und sind dieses Mal die allerersten Gäste. Statt des langen Wartens auf einen frei werdenden Tisch warten wir vor der verschlossenen Tür gut 20 Minuten. Ja, mit der Pünktlichkeit nimmt man es hier nicht so genau. Dafür haben wir die freie Wahl des Tisches. Da fast alle Tische reserviert sind fällt uns die Auswahl nicht schwer. Heute - am Sonntag - gehen die Familien gerne essen. Lange Tische mit bis zu 20 Sitzplätzen sind eingedeckt und warten auf jene Gäste die reserviert haben. Da die Räumlichkeiten im eigenen Heim meist klein sind, müssen Restaurants, Bars und Kaffeehäuser für Familientreffen herhalten - und das für Stunden. Als wir nach einer Stunde zahlen, warten bereits viele Gäste auf unseren frei werdenden Tisch. Der Nachmittag gehört dem Müßiggang.
13.10.2025 - Aguas Verdes und Playa del Valle
Bevor es morgen weitergeht in den Süden zu unserem 2. Quartier, besuchen wir noch Aguas Verdes. Bevor wir unser Ziel erreichen, machen wir einen kurzen Stopp beim Mirador del Valle de Santa Inés. Aguas Verdes ist eines der typischen Bauprojekte Fuerteventuras, das einen sprachlos macht. Ins absolute Nirgendwo, ohne jegliche Infrastruktur, wurde eine Siedlung betoniert, die an vermögende Ausländer, bevorzugt Rentner, verkauft werden sollte. Bekanntlich sind alle britischen oder deutschen extranjeros im Ruhestand reich und wünschen sich nichts sehnlicher, als eine Betonbude in der Wildnis Fuerteventuras zu besitzen. In Aquas Verdes sollte ihnen das ermöglicht werden, um ihren sonnigen Lebensabend einsam und isoliert triste verbringen zu können. Aguas Verdes ist an sich schon schwer zu finden, Touristen kennen es nicht, kein Bus weit und breit und wer etwas einkaufen will - und ist es nur eine Flasche Wasser - hat eine lange Fahrt vor sich. Ganz zu schweigen von einem Arzt, der ist noch weiter weg. Die Strände der Küste um Aguas Verdes sind zwar schön, aber sehr wild, schwer zugänglich, mehr durch klettern zu erreichen, das Baden lebensgefährlich. Nicht gerade optimal für wackelige Ruheständler. So hat Aguas Verdes, außer 300 Tage Sonne, alles das, um es absolut nicht als Alterssitz zu wählen. Und so dämmert Aguas Verdes als Geisterstadt dahin. Träumer versuchen noch Immobilien anzupreisen und jene, die in einem Wahn sich eine solche gekauft haben, versuchen sie über AirBnB zu vermieten. Erfolglos, denn selbst Eremiten sind nicht zu gewinnen. Die nehmen sich gleich eine Höhle am Strand. Der Name Aguas verdes bedeutet "grünes Wasser". Ja, das gibt es in den unzähligen Tümpeln der wild zerklüfteten Küste. Um dorthin zu gelangen muss man absolut trittsicher sein - falls nicht landet man sehr schnell in der nächsten Felsspalte. Also betrachten wir die Tümpel nur von der oberen Ebene aus, auf der man - so man möchte - stundenlang spazieren gehen kann. Nach einer guten Stunde machen wir uns wieder auf den Heimweg. Da unser Wirt heute Ruhetag hat, machen wir uns einen gemütlichen Nachmittag, plündern unseren Kühlschrank und packen unsere 7 Sachen, damit wir morgen nicht gar so viel Arbeit haben.
14.10.2025 - Anreise nach Costa Calma
Wir packen unsere paar Sachen ins Auto und fahren über Umwegen in Richtung Süden. Unser erster Stopp ist in Pájara, jener kleine hübsche und vor allem grüne Ort, den wir vor geraumer Zeit schon einmal besucht hatten. Wir finden einen schattigen Parkplatz direkt vor dem Dorf Café und bestellen uns 2 Cappuccini. Beim Zahlen möchte der gute Mann wissen ob wir deutsch oder englisch sprechen. Er hätte 6 Euro verrechnet, aber als ich ihm sagte dass wir spanisch sprechen, kosteten die beiden Kaffees nur 5 Euro. Soll noch einer sagen, dass sich Fremdsprachen nicht auszahlen! Unser nächster geplanter Halt ist beim Mirador Astronómico de Sicasumbre. Bereits am Weg dorthin Ist die Landschaft so faszinierend, dass wir stehen bleiben. Wir steigen aus und hören nichts. Absolute Stille herrscht rund um uns. Beim Mirador ist natürliche ein bisschen mehr los, aber der Andrang hält sich in Grenzen. Die Landschaft lädt zum Wandern ein, zum Wandern in einer ursprünglichen Natur die neu für uns ist. Hier ist der Mensch wirklich winzig und unbedeutend. Wir werden vom neuen Quartier aus sicher noch einmal hier hochfahren und die Natur und Stille bei einer längeren Wanderung genießen. Bevor wir unser Quartier erreichen, kehren wir noch beim Restaurante El Toril ein und stellen zum wiederholten Male fest, dass die hier mit Fleisch nicht umgehen können. Unser Quartier ist im Großen und Ganzen recht nett, geräumig und inmitten einer kleinen Urbanización. Ganz so ruhig wie in Valles der Ortega wird es hier wohl nicht sein. Wir werden sehen.
15.10.2025 - Costa Calma
Bevor ich von der Costa Calma berichte, noch ein kleines Video von gestern. Außer dem Wind hört man hier keinen Pieps.
So, jetzt aber zu den News des heutigen Tages. Mit unserem Häuschen sind wir mehr als zufrieden. Es ist alles ganz toll eingerichtet und wirklich bequem. Wahrlich ein paradiesisches Plätzchen - wenn es nicht die Nachbarn gäbe. Direkt vor unserem Quartier wohnt eine spanische Familie, von der man meist nur die Frau hört. Die dafür den ganzen Tag und auch des Nachts. Gestern, um 23 Uhr war es mir zu blöd und ich habe einmal ein "Silencio" in die Nacht gebrüllt - sofort war es ruhig. Hoffentlich hat sich die Dame das gemerkt und ich muss nicht jede Nacht rumbrüllen. Heute wollen wir uns einmal unsere neue Umgebung etwas näher anschauen. Costa Calma liegt an der südlichen Ostküste der Halbinsel Jandía. Der Ort Costa Calma besteht aus Ferienwohnungen, Appartements, Hotels, Shopping-Centern und Restaurants und ist damit eine reine Feriensiedlung die ab ca. 1970 entstanden ist. Einen historischen Stadtkern gibt es hier nicht. Alles klar? Die große Attraktion des Ortes, und vermutlich auch der Hauptgrund Costa Calma zu besuchen, ist die große, ruhige Bucht mit dem Sandstrand. Die Bucht ist 1,5 km lang und stellt den Mittelpunkt des Ortes dar. Wir beginnen unseren Rundgang exakt vis a vis des örtliche Spar Marktes, queren einmal den doch eher unattraktiven Ort und gelangen so zum Strand. Dieser entspricht all jenen Stränden, welche die obere Adria zieren. Bevor wir wieder die 3 km zu unserer Unterkunft fahren, kaufen wir noch beim Spar ein. Mickriges Angebot, weit überhöhte Preise, null Service. An der Kasse wird nur Englisch gesprochen. Das war mein erster und letzter Besuch beim Spar in Costa Calma. Aber da heute die meisten Lokale geschlossen haben war er notwendig. Zu Hause brutzeln wir uns ein gutes Mittagessen und machen Pläne für morgen.
16.10.2025 - Playa Esmeralda
Nur wenige 100 Meter südlich von Costa Calma befindet sich die Playa Esmeralda - der Smaragd Strand. Den wollen wir heute besuchen. Unseren kleinen Jeep freut es, darf er doch wieder ein bisschen im Sandkasten spielen. Als wir gegen 10 Uhr ankommen ist hier nicht viel los und als wir gegen 12 Uhr weiterfahren ist es immer noch angenehm ruhig. Was hier auffällt ist die Tatsache, dass es jede Menge Anhänger der Freikörperkultur gibt. Ich habe noch nie so viele Nackedeis auf einem öffentlichen Strand rumlaufen sehen wie hier. Spanien ist schon bekannt dafür, dass es FKK freundlich ist, aber so wie es hier abläuft ist es schon eher ungewöhnlich. Julius Cäsar hätte seine Freude an dem Anblick. Wie fordert er doch bei Shakespeares Julius Cäsar: "Lasst wohlbeleibte Männer um mich sein!" Hier könnte er sie haben, massenhaft. Und hässliche noch dazu. Je dicker der Mensch desto freizügiger wird der Körper präsentiert. Die jungen knackigen Leute haben alle etwas an, die übergewichtigen Hässlichen laufen nackt durch die Landschaft. Bevor wir wieder nach Hause fahren, besorgen wir uns noch beim Mercadona in Esquinzo das Nötigste für die restlichen 12 Tage. Eine gute Entscheidung angesichts der Tatsache, dass der Wirt den wir heute aufsuchen wollten donnerstags geschlossen hat. So gibt es statt Pizza eben Lachsbrötchen, Tomaten und Weißwein. Soll uns nie was Schlimmeres passieren.
17.10.2025 - Playa de Sotavento de Jandía
Heute beginnen wir mit der weiteren Stranderkundung da, wo wir gestern aufgehört haben. Unmittelbar an den gestrigen Playa Esmeralda schließt der Playa de Sotavento de Jandía an. Nur von einem circa 400 Meter langen Felsvorsprung getrennt liegt dieser tolle Strand mit seiner Lagune. Die Lagune fällt bei Ebbe trocken und füllt sich bei Flut erstaunlich schnell wieder. Als wir ankamen lag das gesamte innere Becken der Lagune trocken, 1 ½ Stunden später bot sich den dort ansässigen Ibissen bereits wieder eine große Wasserfläche. Die Badegäste an diesem Strand kommen doch eher normalgekleidet daher, aber ein paar Nackedeis gibt es auch hier. Normalerweise mach ich da keine Fotos, aber das eine Bild musste sein. Der Strand ist recht lang und da kommen schon ein paar Kilometer im Sand und im Wasser zusammen. Während Gerti ein kleines Päuschen einlegt und sich der Sonne hingibt gehe ich ein Stück den Strand entlang und komme so zu einem Platz wo kaum Leute sind. Der Moment ist so magisch, dass ich ein kleines Video machen musste. Fast alleine, kaum Wind, nur das Rauschen der Wellen - The Sound of Silence.
PS: hätte fast vergessen zu erwähnen, dass wir heute bei der benachbarten Pizzeria waren. Alles tadellos - wir kommen wieder.
18.10.2025 - Playa Risco del Paso und Playa el Salmo
Auf Fuerteventura gibt es 2 gleichnamige Gebiete. Beide heißen „El Jable“, wovon jenes im Norden den Bereich des Parque Natural de Corralejo beherbergt, jenes im Süden den Parque Natural de Jandía - auch bekannt als „Istmo de la Pared“. Wir haben uns in den letzten Tagen ausschließlich auf dem südlichen „El Jable“ aufgehalten und von Norden her die Strände besucht. Ein Strand geht in den anderen über und so ist es auch mit den heutigen 2 Stränden. Der gestrige Playa de Sotavento wurde zum Naturschutzgebiet erklärt, der heutige Abschnitt (noch) nicht. Fakt ist, dass diese Strände alle eine zusammenhängende Lagune besitzen, welche bei Ebbe trocken fällt. Bei Flut und Wind ist diese Lagune ein Eldorado für Surfer und Kiter. Wir wandern auf der Barriere zwischen Tiefwasser und Lagune soweit es möglich ist ohne nass zu werden. Das Wasser ist wunderbar warm und glasklar. Am Weg sehen wir die Sandburg eines kreativen Sandburgenbauers - es wurde sogar der allgegenwärtige Vulkan nicht vergessen. Wie rasch das Wasser bei Flut steigt kann man in der Lagune gut nachvollziehen. Es geht schneller als man glaubt. (Siehe Video 1). Dank der Lagune gibt es hier auch eine recht dichte Flora. Anschließend an diesen Grünstreifen erhebt sich die „Duna Gigante“ mit einer Länge von ca. 300 Metern und einer Höhe von 15 Meter. Von hier oben hat man einen guten Ausblick auf die Umgebung. Kurz danach endet der Playa el Salmo und es beginnt wieder die Felsküste. Das zweite Video zeigt den Strand bei den Dünen, kurz vor der Felsküste. Wieder zu Hause genehmigen wir uns eine kleine Auszeit bevor es gegen 14:30 Uhr zu unserem Italiener geht. Heute probieren wir mal die Pasta Gerichte - einfach großartig. Mit den Wirten vor Ort haben wir wirklich Glück.
19.10.2025 - Oasis Wildlife Park, Faro de la Entallada und Las Playitas
Nachdem wir die letzten Tage die Strände unsicher machten, begeben wir uns heute als erstes zum Oasis Wildlife Park. Hier findet jeden Sonntag ab 9 Uhr der Kunsthandwerks- und Farmers Market statt. Die Parkplatzsuche gestaltet sich spannend und als wir dann endlich einen Parkplatz haben, werden wird förmlich mitgerissen von jenen, die den Park besuchen wollen. Wir wollen nur zum Markt der leider sehr enttäuschend ist. Ausschließlich Souvenirartikel soweit das Auge reicht. Beim Verlassen schauen wir uns noch ein bisschen um und erhaschen ein paar Einblicke in den Kakteengarten und den Koiteich. Ein Ibis stielt den Kois die Show und wir sind froh weiterfahren zu können. Es geht ein ganze Stück Richtung Norden bis zur sehr engen Zufahrtsstraße zum Faro de la Entallada, ein Leuchtturm und Kap wie aus dem Bilderbuch. Der Leuchtturm Faro de la Entallada entspricht so ziemlich genau dem Idealbild eines Leuchtturms, das die meisten Menschen vor ihrem geistigen Auge haben. 187 m hoch über dem Meer, ragt er auf einer Klippe freistehend spektakulär in den Himmel. Schwindelerregend und senkrecht stürzen die Felsen ins Meer ab. Der Leuchtturm ist ein wunderschöner Bau aus Naturstein Quader, die aus der Gegend um Tefía stammen. Der zentrale Turm ist 11 m hoch. Dadurch bringt es das Leuchtfeuer insgesamt auf eine Feuerhöhe von 198 m über N.N. und ist so 15 Km weit als navigatorisches Licht zu sehen. Wir wandern ein bisschen umher, genießen die fantastische Aussicht und machen uns dann auf den Weg nach Las Playitas. Las Playitas ist ein kleines Fischerdorf mit knapp 900 Einwohnern. Direkt anschließend ist das Sportzentrum errichtet worden, das vom Golfplatz bis hin zum Freischwimmbecken mit olympischen Maßen alles hat. Gerne wird der riesige Komplex von Triathleten genutzt, die hier beste Bedingungen vorfinden. Am Rückweg tanken wir noch unseren kleinen Jeep auf, 1 Liter Benzin kostet hier 1,14 Euro. Nach einer kurzen Ruhepause geht es wieder zum Italiener und danach strapazieren wir unsere Liegemöbel.
20.10.2025 - Mirador Astronómico de Sicasumbre und La Pared
Als wir vor ca. 1 Woche den Mirador Astronómico besuchten stand schon fest, dass wir da noch einmal hin müssen. Heute ist die Luft sehr klar und ab geht’s an die Westküste. Wir gehen hoch zum Mirador, welcher eigentlich gar nicht unser Ziel ist. Von hier oben zweigt ein einfacher Weg zum Alto de los Garañones (481 m) ab, die Höhe der Hengste. Woher der Name kommt - keine Ahnung. Fakt ist, dass es sich um einen sehr schönen kleinen Anstieg handelt, von dem aus man einen tollen Panoramablick hat. Bei der Rückfahrt machen wir eine Stopp beim Mirador de la Pared, der uns zwar eine schöne Wanderung mit vielen Ausblicken auf den Atlantik beschert, allerdings nicht auf das Wahrzeichen - die Felsstufe mit dem Loch - die Wand (la pared). Daher fahren wir bei der Ortschaft La Pared dann noch einmal zur Küste und siehe da, da ist die Wand mit Loch. Beim Italiener gibt es heute wieder einmal Pasta - wunderbar.
21.10.2025 - Küstenwanderund an der Playa de Sotavento
Der Wetterbericht hat für heute bewölktes Wetter vorhergesagt und genauso ist es auch. Da wir sowieso einmal eine lange Küstenwanderung machen wollen, kommt uns das Wetter gerade recht. Die Playa de Sotavento mit der großen Laguna kann man bei mittlerem Wasserstand bis zu jenem Punkt bewandern, an dem der Atlantik mit starker Strömung in die Lagune drängt und diese restlos füllt. Von unserem Ausgangspunkt bis zur Lagunenöffnung und zurück sind es rund 6 km. Wegen des kühlen Wetters und der fehlenden Sonne sind heute sehr wenige Leute hier und wir machen eine wirklich grandiose Wanderung. Kurz bevor wir zu der Lagunenöffnung kommen warten bereits die Möwen auf das einströmende Wasser, indem sich eine Unzahl kleiner Fische tummelt. Warum rausfliegen auf den Atlantik, wenn einem hier die Mahlzeit praktisch in den Schnabel gespült wir. Mit welcher Wucht sich das Wasser in die Lagune presst ist auf dem vorletzten Foto nur schlecht zu erkennen. Ein Mann, der von drüben noch herüber wollte, hatte echt zu kämpfen, um von den Wassermassen nicht mitgerissen zu werden. Diese Gefahr bestand für Gerti nicht, wie das letzte Bild beweist. Ein gewisser Respektabstand kann nie schaden.
22.10.2025 - Morro Jable
Morro Jable ist ein altes Fischerdorf. Es wurde laut der Beschriftung seiner Statue im Ortskern von Cirilo López Umpiérrez gegründet, der sich im Jahr 1899 als Erster hier ansiedelte. Der Ort lag bis etwa 1970 relativ abgeschieden in der Einöde des Südens Fuerteventuras. Als jedoch eine Straße nach Morro Jable gebaut wurde, setzte der Tourismus ein, der inzwischen bestimmend für den Ort geworden ist. Es entstanden zahlreiche im Stil des Brutalismus (ja, den Baustil gibt es wirklich) erbaute Hotels, die terrassenartig an den steilen Hängen entlang der Küste liegen. Damit wurde Morro Jable/Jandia Playa zum wichtigsten Zentrum des Tourismus auf Fuerteventura. Heute hat der Ort eine Ausdehnung von ca. 4 km - lauter Hotelkomplexe. Der Strand ist zwar riesig, aber direkt bei den Hotels auch gut besucht - für mich schon zu gut besucht. Wir gehen runter zum Strand, vorbei am Leuchtturm und ich mach ein Foto von dem prächtigen Strand. Und danach verweigert mein Fotoapparat den Dienst. Wird wohl der Akku leer sein, denk ich mir. Ersatz Akkus hab ich dabei, aber auch mit diesen macht er keinen Mucks mehr. Alle Akkus leer!? Scheint so, oder der Apparat ist kaputt. Wir gehen den riesigen Strand fast bis zum Ortsende und gehen denselben Weg zurück. Eigentlich wollte ich am Paseo Maritimo zurückgehen und dem Willy Brandt „guten Tag“ sagen, der hier als einer der ersten Touristen zusammen mit seiner Familie und dem damaligen Außenminister Walter Scheel und dessen Frau in dem damals noch wenig erschlossenem Morro Jable Urlaub machte. Na, das werde ich bei unserem nächsten Besuch noch nachholen. Das Meer sieht so verlockend aus, dass ich da doch noch einmal reinspringen möchte. Zu Hause checke ich meine 4 Akkus und es sind tatsächlich alle 4 leer.
23.10.2025 - Morro Jable
Heute ist der Himmel bewölkt worüber ich mich absolut nicht aufrege. Wir wollen noch einmal nach Morro Jable fahren und ein bisschen die Sonne genießen. Da sind ein paar Wolken gerade recht, die pralle Sonne ist einfach zu kräftig. Wir suchen und finden den idealen Platz zum Relaxen, genau an der Kante zwischen den Liegestühlen der Hotels und der Uferschräge. Wenn die Flut kommt bleibt man grad noch trocken - perfekt. Eine letzte Inspektion durch Gerti und alles ist für sie angerichtet. Ich entledige mich meines T-Shirts und mache mich mit Badehose und Fotoapparat auf den Weg den linksseitigen - noch unbekannten - Strand zu erkunden. Heute sind nicht gar so viele Leute hier, wahrscheinlich wegen des bewölkten Himmels. Wenngleich der Strand riesig ist, gibt es auch Teile wo man sich besser nicht aufhält. Wie beim Playa de Sotavento gibt es auch hier eine Düne, die sich bei Flut rasch füllt. Wer also bei der Ankunft am Strand nicht genau darauf achtet wie der Sand ist, kann leicht sein nasses Wunder erleben. Nur da, wo der Sand schön weich und tief ist, ist man auf der sicheren Seite. Ich gehe immer an der Wasserkante entlang und der Himmel verfinstert sich. Ich bleib stehen und nehme auf einmal nur mehr das Rauschen des Meeres wahr. Ein richtig mystischer Moment den ich schnell in einem kleinen Video festhalte. Der Himmel lichtet sich wieder und ich setze meinen Weg zum Laguneneingang fort. Tausende kleiner Fische flitzen in dem flachen Wasser hin und her. Ich gehe wieder zurück zu Gertis Lagerplatz und sehe, dass sich die dunklen Wolken von vorher jetzt im Gebirge hinter Morro Jable stauen. Dort sind die höchsten Berge der Insel, unter anderem der Pico de la Zarza, mit 807 m der höchste Berg Fuerteventuras. Nach gut 2 Stunden ist es genug für meine Füße und die Haut und wir machen uns auf den Weg zum Mercadona. Für die letzten Tage benötigen wir noch ein paar Kleinigkeiten. Zu Hause gibt es heute wieder einfache Kost, ab morgen ist wieder unser Italiener für uns zuständig.
24.10.2025 - La Pared
Obwohl wir gestern gar nicht so lange in der Sonne waren - die meiste Zeit war es ja leicht bewölkt - sagt uns unsere heiße Haut, dass wir uns heute mit der Sonne ein wenig zurückhalten sollen. Also nehmen wir uns heute noch einmal La Pared zur Brust, welches wir ja bis jetzt nur von der Südseite her kennen. Es ist schon eine außergewöhnliche Felsformation, die sich wie ein Finger in den Atlantik erstreckt. Und das Loch das durch den Fels geht ist natürlich das I-Tüpfelchen. Die Küste ist wild und schroff und die wenigen zugänglichen Strände sind zwar wunderschön anzuschauen, aber extrem gefährlich. Der Atlantik ist hier rau, es steht eine ordentliche Dünung an und hier zu schwimmen kann den Tod bedeuten. Wir belassen es beim Betrachten.
25.10.2025 - Morro Jable und La Pared
Nachdem wir schon 2 Mal den Strand von Morro Jable unsicher gemacht haben, wollen wir uns heute dem Ort widmen. Natürlich ist zentrumsnah kein Parkplatz zu ergattern, also parken wir auf unserem alten Parkplatz beim Leuchtturm. Allerorts ist Militär und Polizei zu sehen - was ist denn da heute los? Später erfahren wir, dass es heute ein Radrennen gibt und deshalb so viele Offizielle zugegen sind. An der ersten Straßenkreuzung ist wie überall eine monumentale Skulptur zu bewundern namens „Madera de Náufrago“ (Holz des Schiffbrüchigen). Als nächstes folgt das schon inflationär anzutreffende Skelett eines Wals und schlussendlich begrüßt uns noch unser Freund, der Ibis. Als wir die Strandpromenade erreichen, müssen wir leider zur Kenntnis nehmen, dass diese wegen Bauarbeiten gesperrt ist. Also gehen wir durch den Ort stadteinwärts und stoßen durch Zufall auf das Eiscafé Magdalena. Gerti - meinem Social Media Schnüffelhund - kommt der Name bekannt vor und sie kann sich an einen recht ausführlichen Bericht erinnern. Also nichts wie rein und schon stehen 2 große Eisbecher vor uns. Danach noch 2 Barraquitos und ein Schwätzchen mit dem Inhaber und all das was Gerti gelesen hatte bewahrheitet sich. Frisch gestärkt geht es - jetzt auf der Strandpromenade - weiter Richtung Strandende. Wir begrüßen die alte Dame die aufs Meer blickt, in Erwartung dass ihr Mann, der Fischer, mit reichem Fang nach Hause kommt. Die wenigen Häuser die nicht touristischer Natur sind tragen teilweise Street Art. Wir gehen hoch zur Kirche, wo sich „der“ Aussichtspunkt befindet. Von hier oben hat man einen grandiosen Blick auf den Ort, den Strand und die zentrale Düne. Am Rückweg besuchen wir noch Willi Brandt und seinen Hund (inmitten der Großbaustelle Strandpromenade), bevor wir uns wieder auf den Heimweg machen. Alternativ wäre noch ein Besuch des Aussichtspunktes „Cofete“. Allerdings hätten wir da in Summe so ca. 30 km Schotterstraße vor uns und das muss nicht sein. Cofete ist ein kleiner Ort mit ärmlichen Hütten und einer ungewöhnlich massiv gebauten Bar. Der Strand ist einer der gefährlichsten des ganzen Archipels. Schwimmen ist strengstens untersagt. Ich stelle ein paar Bilder rein die nicht von mir sind. Wieder zu Hause gönnen wir uns eine kleine Mahlzeit beim Italiener und machen eine kleine Pause bis wir noch einmal nach La Pared aufbrechen. Hier soll es ganz tolle Sonnenuntergänge geben und das müssen wir natürlich checken.


26.10.2025 - Playa de Sotavento de Janida
Kurzer Rückblick auf den gestrigen Abend. Wir sind gut eine ½ Stunde vor Sonnenuntergang in La Pared und suchen uns ein Plätzchen, von dem aus wir uns den Sonnenuntergang ansehen können. Das Areal ist riesig, aber es sind auch wirklich viele Leute da. Der Atlantik schickt große Wellen ans Ufer und die ganze Umgebung ist in einen leichten Dunstschleier gehüllt. Der Sonnenuntergang selbst geht sehr schnell. Kaum beginnt sich der Himmel rötlich zu verfärben, ist es auch schon wieder vorbei und die Nacht bricht herein. Als wir ein paar Minuten später in unserer Unterkunft ankommen ist es bereits stockdunkel.
Der Heutige Tag gehört noch einmal dem Playa Sotavento mit seiner riesigen Lagune. Es ist Ebbe und das Wasser hat sich weit zurückgezogen. Jetzt erst merkt man, wie flach das Wasser ist. Man glaubt sich in Lignano, Bibione, Caorle oder Jesolo zu befinden. Allerdings ist es hier landschaftlich reizvoller. Wir wandern eine gute Stunde am Strand und fahren dann wieder nach Hause. Die Sonne ist richtig heftig und wir wollen nicht zum Schluss noch einen Sonnenbrand riskieren. Nach einer kurzen Siesta geht es wie gewohnt zum Italiener, zum vorletzten Mal.

27.10.2025 - Ruhetag
Den heutigen, letzten Tag vor dem Heimflug, lassen wir ganz gemütlich angehen. Lange schlafen, Frühstück gegen 11 Uhr, ein bisschen Koffer packen, ausruhen von der Arbeit, Duschen, spätes Mittagessen beim Italiener, wieder ein bisschen Koffer packen, gegen 18:30 den letzten Wein austrinken, Bericht schreiben, lesen, schlafen gehen. Wir haben alles gesehen was wir sehen wollten, manches mehrfach weil es so schön war, anderes wieder haben wir bewusst ausgelassen, weil Wanderungen - die mehr als 2 Stunden dauern - bei der kräftigen Sonne und der Hitze einfach keinen Spaß machen und auch nicht gesund sind. Summa summarum haben wir unsere „to do Liste“ abgearbeitet.
28.10.2025 - Rückreise
Heute können wir es ganz gemütlich angehen lassen. Wir haben jede Menge Zeit, ist doch der Rückflug erst um 15:30 Uhr. Das Meiste haben wir bereits gestern gepackt, aber ein paar Dinge müssen noch in den Koffer. Puh, die sind wieder ordentlich voll. Obwohl wir bei der Bekleidung bereits zu Hause den Rotstift angesetzt haben, schleppen wir jedes Mal unnötigen Ballast mit uns herum. Wir haben in beiden Quartieren eine Waschmaschine und so würden eigentlich 2-3 Garnituren Wäsche reichen. Aber nein, es waren wieder 8 oder neun T-Shirts, und viel zu viel an Unterwäsche und Socken. Es würde ein kleiner Kabinenkoffer für uns 2 reichen aber nein, es müssen 2 sein. Auch Badematte und Co. könnten zu Hause bleiben, gibt es die doch sowieso in der Unterkunft. Aber wir sind irgendwie unbelehrbar. Jedes Mal dasselbe. Also schleppen wir wieder 5 Gepäckstücke mit uns herum, 3 wären ausreichend. Der Kofferraum von unserem kleinen Jeep ist zu klein und ein Koffer muss auf den Rücksitz. Noch schnell den Müll rausgestellt und schon geht es nach Norden zum Flughafen von Fuerteventura. Die Rückgabe des Autos dauerte keine 3 Minuten - alles sehr professionell. Der Check In ist ebenfalls in kürzester Zeit erledigt, dank Business Class. Wir haben jetzt gut 2 Stunden Zeit und suchen daher die Lounge auf. Eine Kleinigkeit essen, ein bisschen was trinken und draußen im kühlen Schatten der Pergola die Füße hochlegen. Der Flug von München kommt um eine ½ Stunde verspätet an. Der Kapitän ist sich aber recht sicher, dass wir zur planmäßigen Zeit in München landen werden. Ein kräftiger Rückenwind verleiht uns Flügel. Dieses Mal ist unser fliegender Untersatz eine relativ neue A321 und die Besatzung ist deutsch, das Mädchen das uns bedient ist aus Bayern - da ist die Kommunikation einfach. Der Pilot gab sein Bestes und wir landeten pünktlich in München. Das Gepäck war sofort zur Stelle und beim Ausgang wartete schon unser Fahrer vom SMS. So wortkarg der Fahrer bei der Hinfahrt war, so gesprächig war der Jetzige. So vergingen die knapp 2 Stunden schnell und kurz nach 23:00 waren wir wieder zu Hause.
Epilog
Nachdem wir ja schon einige Male auf den Kanaren waren - in Summe kommen da gut 2 ½ Jahre zusammen - ziehen wir jetzt einen finalen Schlussstrich zum Thema Kanarische Inseln. Begonnen hat alles vor vielen Jahren mit La Palma, gefolgt von Gran Canaria, zig-fach Teneriffa und jetzt Fuerteventura. Jede der Inseln ist anders, weist andere Landschaften auf, ist von Tourismus mehr oder weniger belastet, hat Licht- und Schattenseiten. Ja, es macht schon Sinn, sich nicht nur eine Insel zu Gemüte zu führen, jede Insel ist speziell und hat sich einen Besuch verdient. Aber da nur Gran Canaria und Teneriffa von Salzburg aus direkt angeflogen werden können, belassen wir es bei dem bis heute Erlebten. Zu Fuerteventura sei noch hinzuzufügen, dass es über die schönsten Strände des ganzen Archipels verfügt. Sollte jemand gerne einen Badeurlaub machen wollen, können wir die Region Morro Jable nur wärmstens empfehlen.






